Die «Mittelschicht» muss in Zukunft permanente Statusarbeit leisten!

Von den letzten Ferien auf den Kanaren erzählen, den neuen Mercedes Benz gut sichtbar für alle parkieren – so funktionierte der Status Quo vor 30 Jahren. Heute sieht Statusarbeit in der Berufs- und Gesellschaftswelt ganz anders aus. 



Zuerst einmal findet sie bereits in der Schule statt. Die persönliche Präsenz, «wie möchte ich wirken», wie will ich wahrgenommen werden, hatte noch nie zuvor einen so grossen Stellenwert und konnte noch nie so früh schon beeinflusst werden. Wir lassen diese Beeinflussung zu, und sie verändert unser Konsumverhalten wie auch unseren Lebensstandard.


Obwohl wir uns bewusst sind, wie sehr die virtuelle Kommunikation heute Einfluss auf alle Generationen und alle Gesellschaftsschichten hat, was den Konsum angeht, glauben wir irrigerweise doch oftmals noch, dass wir uns nach wie vor frei entscheiden könnten. Der Wunsch nach dem Ideal der freien Entscheidung und des freien Willens lässt uns leider allzu oft die Augen davor verschliessen, dass es sehr viele Prozesse gibt, die wir nicht mehr beeinflussen können.


«Mein Status» hat auch den Bewerbungs- und Rekrutierungsprozess somit meine berufliche Positionierung, meine Lebensgrundlage elementar verändert.


Viele hochqualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten halten bei der Stellensuche Wissen, Können, Erfahrungen und bisherige Positionen noch immer automatisch für Garanten des Erfolgs. Es wird als selbstverständlich empfunden, dass die Karriere nach einem Stellenwechsel weitergeht wie bisher, dass also der Weg offen steht für eine höhere oder zumindest gleich hohe Position.


Die Kandidaten setzen auf die vermeintliche Aussagekraft ihrer letzten Funktion und gehen davon aus, dass der Markt ihren Wert erkennt. Sie glauben, dass Recruiter von sich aus wahrnehmen, was sie in ein Unternehmen einbringen können. Dem ist in vielen Fällen aber nicht so. Denn wer nicht in sozialen Netzwerken und auf renommierten HR-Portalen präsent ist, auf denen nach Kandidatinnen und Kandidaten gesucht wird, vergibt sich grosse Chancen.


Bereits bei Bewerberinnen und Bewerbern 45+ stellen sich Personalverantwortliche die Frage, ob solche Kandidatinnen und Kandidaten, ungeachtet ihres Fachwissens, fähig sind, die raschen Veränderungen mitzutragen, denen sich die Unternehmen in den kommenden Jahren werden stellen müssen. Ein professioneller Auftritt in den Businessnetzwerken ist daher ein unabdingbar wichtiger Faktor.


Denn von zeitgemässen Werkzeugen im Stellenfindungsprozess, wie Talent- und Empfehlungsmanager, kann nur profitieren, wer über ein Online-Profil verfügt, das überhaupt gefunden wird.


Deshalb ist es wichtig, für sich selber Statusarbeit zu leisten. Und das bedeutet:

• Erkennen der eigenen Möglichkeiten und Neupositionierung

• Ausarbeitung eines starken, aussagekräftigen Profils und eines Elevator Pitchs

• Aktive Präsenz in Fachgruppen und Netzwerken

• Kontaktaufnahme mit Entscheidungsträgern von möglichen Arbeitgebern

• Aktivierung des beruflichen Netzwerkes aus früheren Positionen und Engagements


Die grösste Veränderung kommt allerdings erst noch auf uns zu in den nächsten Jahren. Die gut positionierte Mittelschicht muss sich nicht nur mit der notwendigen virtuellen Businesspräsenz auseinandersetzen, sondern auch damit, dass kein Job mehr über Jahre hinweg einfach sicher ist.


Je höher qualifiziert und je älter eine stellensuchenden Person ist, desto mehr muss die Bereitschaft da sein, sich auf dem Markt zu zeigen, wenn man sich ein gutes Einkommen für die weiteren Jahre sichern will. Egal, ob nun jemand im Prozess der Stellensuche den Weg in die Selbstständigkeit wählt oder ein Angestelltenverhältnis eingehen möchte oder ob beide Möglichkeiten kombiniert werden, der virtuelle Status muss sofort aktualisiert werden.

Was vor wenigen Jahren bei den Jugendlichen belächelt wurde, als die Sozialen Netzwerke aufkamen, ist heute ein Teil unserer beruflichen Positionierung geworden. In Zukunft wird es eine Selbstverständlichkeit sein. Der Prozess bis dorthin verläuft jedoch sehr individuell – sei es aus Gründen einer immer noch weit verbreiteten Abwehrhaltung oder weil Erfahrungswerte fehlen. Oder auch weil die Vorstellung einer flexibleren Handhabung der beruflichen Situation noch nicht gegeben ist.


In Zukunft wird es Fachkräfte/Expertinnen und Experten geben, deren Anstellung oder deren Mandat auf ihrem Fachgebiet die Basis für die Lebensgrundlage sicherstellen wird. Ergänzend dazu werden für die Wahrung des höheren Lebensstandards oder dem Wunsch nach neuen Lebens-modellen, weitere individuelle Aufgaben und Herausforderungen angenommen.


Hätten wir uns vor Jahren vorstellen können, dass erfahrene Finanzexperten in guter Position nebenbei als Personaltrainer arbeitet, im Direktverkauf erfolgreich sind, oder im Sommer den Job eines Bademeisters ausübt? Dass Führungskräfte 55+ die Sicherheit aufgeben und den Schritt in die Selbstständigkeit machen?


In Zukunft wird das der «Normalfall» sein – doch dazu ist auch aktive Arbeit am virtuellen Status nötig!

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