Ich werde erfolgreich sein! – ... vielleicht, ein bisschen, oder auch erst später ...


Jede und jeder kennt das – von anderen und, wenn wir ehrlich sind, auch von uns selber: Wir haben konkrete Ziele, Vorstellungen, Wünsche und zum Teil konkrete Zeitpläne. Trotzdem kommen wir nicht voran und drehen uns oft im Kreis.


Besonders in beruflicher Hinsicht wüssten wir eigentlich genau, unabhängig davon, ob wir angestellt oder selbstständigerwerbend sind: Wir müssen heute regelmässig die Weichen stellen.


Dafür braucht es:

· eine Standortbestimmung mit Einbezug des persönlichen Umfeldes

· eine persönliche Marktanalyse

· eine Vision, die wir zu Papier bringen

· eine Strategie, die wir entwickeln

· Meilensteine, die wir definieren


In der Theorie funktioniert das sehr gut, denn Lehrbücher und Kurse für entsprechende Anleitungen gibt es genug. In der Praxis hingegen fehlt oft die Konsequenz, um die notwendigen Schritte zu gehen und so die gesetzten Ziele zu erreichen. Wir lassen uns zu gerne ausbremsen.


«Ich weiss, dass ich handeln müsste, aber es drängt ja nicht, da kann ich mir noch Zeit lassen.»


Wenn wir handeln, ergibt sich immer eine Konsequenz. Manchmal blockiert uns auch die Angst vor dem Versagen, der Respekt vor der Verantwortung oder wir haben Bedenken, ob wir auch das Richtige tun. Nur stellt sich da die Frage, was schlimmer wäre: die Folgen des «Nichtstun» oder die Folgen einer eventuellen Fehlentscheidung.


1. Aspekt: Selbstständige Erwerbstätigkeit

Heute und auch in Zukunft, so liest man gegenwärtig oft, seien die Chancen für qualifizierte Personen gross, durch Selbstständigkeit und mit Expertenwissen sich eine neue Existenz aufbauen zu können. Entsprechend ist es nicht erstaunlich, dass sich speziell bei Frauen und bei den Erwerbstätigen 50+ der Anteil der Selbstständigerwerbenden signifikant erhöht hat.


Wenn ich allerdings nachfrage, wer zwei Jahre nach dem Schritt in die Selbstständigkeit vom Einkommen leben kann, stimmen mich die Antworten nachdenklich. Die Situation ist oft unbefriedigend, obwohl der Markt durchaus bereit dafür ist, und auch an Aufträgen würde es nicht fehlen. Doch Folgendes passiert nach Monaten und zum Teil nach Jahren:


· Die Ziele, Zielgruppen oder auch Visionen werden verändert

· Flyers werden angepasst

· Die Webseite bekommt die x-te Überarbeitung

· Meilensteine wurden nicht eingehalten, entsprechend werden sie verschoben

· Tagesstrukturen fehlen


Fazit: Die Wandel hin zum unternehmerischen Denken und Handeln hat nicht wirklich stattgefunden.


Prekär wird es, wenn die fehlende Auftragslage zu lange verdrängt wird, weil die finanzielle Situation kein sofortiges Handeln erfordert. Wer zu lange auf Erfolg hofft, verliert den Glauben an sich und seine Fähigkeit.


Damit sich Erfolg einstellen kann, braucht es: Standortbestimmung, Standortanalysen, persönliche Ziele, Umsetzungsstrategien und Zielkontrollen. Dazu aber auch Einsatz und Ausdauer sowie Konsequenz in der Umsetzung. Richtungsänderungen, weil es im Moment gerade bequemer so ist, vermitteln nur vorübergehend ein gutes Gefühl.


2. Aspekt: Stellensuche

Aus Fachberichten ist bekannt, dass im Schnitt nur noch 30% der vakanten Stellen wirklich ausgeschrieben werden. Trotzdem agieren viele Stellensuchende nach der veralteten konventionellen Bewerbungsstrategie, ohne Einbezug des bewussten strategischen Netzwerkens.


Immer öfters höre ich qualifizierte Personen nach zwei Jahren erfolgloser Stellensuche resigniert sagen: «Hätte ich mich doch früher der Realität gestellt und mich auf die neue Situation eingelassen. Hätte ich doch früher konsequent gehandelt.»


3. Aspekt: Mehr Frauen in Führungspositionen

Natürlich braucht es dafür auch Veränderungen in der Politik und Wirtschaft. Doch darauf dürfen wir nicht warten. Die Vereinbarkeit von Familie, Karriere und Selbstständigkeit muss frühzeitig mit einer guten Planung angegangen werden und bedarf der ständigen Anpassung bezüglich Organisation. Dass es möglich ist, zeigen manche Beispiele erfolgreicher Frauen. Was die meisten gemeinsam haben, ist, dass sie die Umsetzung ihres Zieles nicht dem Zufall überlassen haben, sondern dass sie ihr Umfeld eigeninitiativ so organisiert haben, dass es möglich war. (Dass das Engagement meist bei der Frau hängen bleibt, ist wohl unbefriedigend – das darf jedoch nicht der Grund sein, die Initiative ganz aufzugeben.)


Wir müssen aufwachen: Wir müssen vom Wunschdenken ins Handeln kommen, und zwar in allen Bereichen. Wir fordern genau dies sehr oft von Politik und Wirtschaft, aber wir müssen auch bei uns selbst beginnen.


Ich schreibe diesen Artikel nicht mit dem Zeigefinder, sondern im Bewusstsein, dass auch ich Phasen des Zögerns und Aufschiebens kenne, in denen ich mit mir kämpfe, um die richtigen und wichtigen Prioritäten zu setzen.


Ein Beispiel ist mein erstes Buch «Einflussreich Netzwerken – Online & Offline. So geht’s mit Erfolg», das ich kürzlich zu Ende geschrieben habe.


Monatelang habe ich daran gearbeitet und immer wieder Ausreden für mich gefunden, warum es noch nicht fertig ist. Und da es für mich nie «fertig» und «perfekt» sein wird, habe ich mich nun vor Kurzem überwunden und das Buch endlich abgeschlossen. Erst als ich diese Entscheidung getroffen hatte, merkte ich, wieviel Energie mich das «fertige und doch nicht abgeschlossene» Buch gekostet hatte.


Genauso meine neue Webseite. Auch diese war überfällig. Und lange glaubte ich, dass mir die Zeit für die Realisierung fehle. Falsch! Ich hatte sie mir nicht genommen! Und als ich mich endlich ans Werk machte, erlebte ich, dass mich der Entstehungsprozess der neuen Webseite nicht Energie gekostet, sondern mir Energie gegeben hat.


Mein Aufruf an Sie: Überwinden Sie Ihr Zögern und Ihre Zeit- und Energiefresser – gehen Sie in den Aktiv-Modus und «TUN SIE ES»!

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