Jobsuche – so können Gruppen und Events Türen öffnen


Netzwerke begleiten uns überall im Alltag, und wir sind uns heute des Einflusses, der Kraft und der Wichtigkeit der Vernetzung in beruflicher Hinsicht mehr oder weniger bewusst. Die Bedeutung der virtuellen Businessnetzwerke wird in diesem Zusammenhang jedoch oft unterschätzt.


Der Arbeitsmarkt ist durch die Digitalisierung in einem ständigen Wandel. Dies betrifft Rekrutierungs- und Bewerbungsprozesse gleichermassen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Veränderungen der Businessnetzwerke zu beobachten, um neue Werkzeuge und Funktionen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen.


Die Basis bildet jedoch das persönliche Profil, aus diesem Grund sollten Stellensuchende die Optimierung des Profils in den Businessnetzwerken vermehrt in ihren Fokus rücken.


Ein professionelles Businessprofil beinhaltet:

· Ein professionelles Profilbild

· Ein passendes Headerbild für die stärkere Positionierung

· Berufliche Stationen

· Aktuelle Keywörter

· Portfolio-oder «über mich» Text


Damit der Wiedererkennungswert in den einzelnen Netzwerken genutzt werden kann, ist es zu empfehlen, in allen Profilen dasselbe Foto zu verwenden. Ein ansprechendes Headerbild kann die gewünschte Positionierung noch verstärken. Die beruflichen Stationen beinhalten vor allem die für die Positionierung wichtigen Aufgaben und Kenntnisse. Dies kann bedeuten, dass auch Aufgaben aus dem privaten Umfeld aufgenommen werden sollten, wenn diese die gewünschte Expertise untermauern.

Mit passenden Keywörtern kann man die Sichtbarkeit ebenfalls verbessern. Rekruter suchen mit den für die Stellenbesetzung wichtigen Begriffen. Mit einer aussagekräftigen Portfolioseite oder persönlichen Text kann das Profil wirkungsvoll abgerundet werden.


Die Profiloptimierung versteht sich als Grundlage, um durch Sichtbarkeit überhaupt ein tragendes Businessnetzwerk aufbauen zu können.


Damit man nicht nur sichtbar ist, sondern auch von den richtigen Personen gesehen wird, ist es wichtig, auch Offline – zum Beispiel an Events – Kontakte zu knüpfen und diese auch zu pflegen.


Wer sein Netzwerk strategisch einsetzen möchte, kann sich mit den folgenden drei Punkten eine starke Grundlage schaffen und wo immer möglich, die Werkzeuge der virtuellen Vernetzung gekonnt einsetzen.


  • Für Studierende, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger oder auch Fachpersonen sind Job- und Fachmessen nach wie vor eine wichtige Grundlage, um sich zu präsentieren. Durch den persönlichen Kontakt steigen die Chancen für ein Erstgespräch erheblich.

  • Die firmeninterne Vernetzung ist heute ebenfalls elementar. Immer mehr Firmen legen den Fokus darauf, Talente bestehender Mitarbeiter und Fachkräfte zu fördern, anstatt neue Mitarbeiter einzustellen.

  • Die Vernetzung zu anderen Personen im selben beruflichen Umfeld ist ein Muss. Nur so können weitreichende Veränderungen in der eigenen Branche frühzeitig erkannt und darauf reagiert werden.

Virtuelle Netzwerke werden automatisch mit den Begriffen Selfmarketing, Brandaufbau und Eigenpositionierung in Verbindung gebracht. Diese Bezeichnungen vermitteln jedoch nur die Herausforderung an die persönliche Sichtbarkeit und bewusste Profilausarbeitung.

Die virtuelle Kommunikation bieten mit Gruppen und Events viel mehr und durch die App Nutzung auch die Möglichkeit, diese wertvollen Werkzeuge der Vernetzung, zu jeder Zeit und flexibel einzusetzen.


Gruppen als Pfeiler des persönlichen Netzwerkes

Die virtuellen Netzwerke bieten Gruppen, die eine Vernetzung von Gleichgesinnten mit gemeinsamen Interessen ermöglichen. Diese Gemeinsamkeiten können sich auf Region, Branche oder Thema beziehen. Gruppen schaffen eine Nähe, die Vertrautheit vermittelt und vertrauensbildend wirkt. Nimmt eine uns unbekannte Person, die mit uns in derselben Gruppe aktiv ist, mit uns virtuell Kontakt auf, wirkt sie auf uns nicht ganz so fremd.


Die Erkenntnis, dass sich die eigenen Mitarbeitenden in Fachgruppen der Businessnetzwerke mit anderen Expertinnen und Experten austauschen, hat Unternehmen dazu bewogen, eigene Talentpools aufzubauen. Die eigenen Angestellten agieren als Talentscouts und öffnen ihren Kontakten die Türe ins Unternehmen. Ist eine Stelle neu zu besetzen, kann das Unternehmen auf eine bestehende Liste an qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten zurückgreifen. Offene Stellen werden oftmals nur noch aus administrativen Gründen auf der eigenen Webseite ausgeschrieben oder einmalig inseriert. Externe Bewerberinnen und Bewerber haben so vielfach keine Chance.

Stellensuchende können sich diesen Umstand zu Nutze machen, indem sie sich in branchen- oder themenspezifischen Fachgruppen mit ihrem Fachwissen engagieren.


Nicht nur grössere Unternehmen sondern auch KMUs (Klein-und mittlere Unternehmen) nutzen Fachgruppen für die Suche nach geeigneten Kandidaten. In regionalen Gruppen findet genau dieser wertvolle Austausch statt, der bei der Stellensuche wichtig ist. Es kommt vor, dass in den regionalen Gruppen offene Vakanzen thematisiert werden, lange bevor diese Stellen ausgeschrieben werden. Ebenso ist es gängige Praxis, dass mögliche Kandidaten und Kandidatinnen von Rekrutern oder Mitarbeitenden angefragt werden, ob sie an einer offenen Stelle interessiert sind, obwohl diese Personen gar nicht auf Stellensuche sind. Wer sich bei einer Blindbewerbung auf eine gemeinsame Gruppe beziehen kann, ist ebenfalls im Vorteil.


Events sind der zweite Pfeiler des persönlichen Netzwerks

XING Events bietet hier nicht nur Zugang zu gruppeninternen Events, sondern auch zu einer Vielzahl an öffentlichen Veranstaltungen von Unternehmen und Institutionen. Diese Events bieten zudem die Möglichkeit, sich mit Themen und Branchen zu befassen, zu denen man bis anhin keinen Zugang hatte und eröffnen jedermann die Chance Personen zu treffen, die für die eigene berufliche Zukunft von Nutzen sein können.


Mit einem XING Profil besteht auch bei externen Events die Möglichkeit, die Gästeliste einzusehen und die Events auszuwählen, die zur eigenen Netzwerkstrategie passen. So können Verbindungen zu bestehenden Kontakten aufgefrischt oder gezielt Personen getroffen werden, die man schon lange gerne kennenlernen wollte. Die Gästeliste zeigt auch auf, wo die Eventteilnehmerinnen und -teilnehmer arbeiten. Diese Informationen ermöglichen es, das persönliche Netzwerk bewusst in eine bestimmte Richtung auszubauen. Bei Offline-Events bietet es sich zudem an, sich mit Personen vor dem Event auf einen Kaffee zu treffen und sich näher kennenzulernen.

Es ist ratsam, sich nach dem Event nochmals mit der Teilnehmerliste zu befassen. Wen hat man getroffen, mit wem konnte man sich nicht unterhalten? In welchen Gruppen sind für einen selbst interessante Personen aktiv? Der vergangene Event ist zudem ein guter Anknüpfpunkt um das eigene Netzwerk zu vergrössern.


Gruppen und Events sind ebenfalls wertvolle Werkzeuge um das eigene Netzwerk strategisch auszubauen. Beide sollten jedoch bewusst und mit Respekt eingesetzt werden. Die Anmeldung an einem Event, ohne daran teilzunehmen, ist nicht wertschätzend und hinterlässt keinen guten Eindruck. Einer Gruppe nur beizutreten um des eigenen Vorteiles willen und ohne etwas zur Gruppe beitragen zu können oder um anschliessend wahllos Kontaktanfragen zu versenden, gehört nicht zum guten Ton des Netzwerkens. Nur wenn man bereit ist Wissen und Zeit zu investieren, ist es möglich, nachhaltig zu Netzwerken.


Ihre Petra Rohner






0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen