Nein, auch wenn wir es uns wünschen – «ES» ist nicht vorbei!



Was mit «ES» gemeint ist, kann jede und jeder von uns selbst definieren. Im Laufe des Lebens gibt es immer wieder Situationen, die wir nicht beeinflussen können und von denen wir uns wünschten, dass sie doch endlich vorbei wären. Manchmal findet man einfach die Kraft nicht mehr, das Positive zu sehen in allem was zu bewältigen ist. Oder den Sprüchen Glauben zu schenken, dass alles wieder gut kommt.


Ich hole mir die Kraft oftmals in Beobachtungen, die ich in der Natur machen kann. Sie geben mir die wertvollen Anregungen, um darüber nachzudenken, was bei mir aktuell passiert.


Gerne sende ich Ihnen deshalb zu Beginn des neuen Jahres 2021 ein persönliches Erlebnis von mir.


Ich liebe Orchideen, weshalb mir meine Familie zu speziellen Anlässen gerne eine Freude mit einer grossen Orchidee bereitet. Wenn die Blüten abgefallen sind, schneide ich die Rispen zurück und warte ab, ob nochmals eine neue Blüte kommt. Ich habe wohl einen grünen Daumen, wie es oftmals genannt wird, denn meistens klappte dies auch und ich konnte mich nochmals an der Pracht der Orchideen erfreuen.


Seit vielen Monaten stehen in meinem Wohnzimmer vor der Glasfront 3 Blumentöpfe. Die Orchideen darin sind sehr gross, mit langen saftigen dunkelgrünen Blättern. Die Blätter und Luftwurzeln reichen bis zum Boden, die Spannbreite der Blätter bringt die doch grossen Töpfe ins Wanken.


Die Pflanzen bereiten mir Freude, denn ich sehe, dass es ihnen gut geht, ausser…? Leider haben sie in all ihrer Pracht keine Blüten mehr gemacht.


Ende November war ich in einer Gärtnerei und fragte die Expertin um Rat. Sie lächelte mich an und meinte schmunzelnd: «Die drei haben es zu wohlig, zu warm, zu gemütlich, sie müssen sich nicht mehr anstrengen. Sie behalten ihren Platz am Fenster und in Ihrem Zuhause, weil die Blätter so kräftig aussehen, dies jedoch mit einem Minimum an Energie.


Ihr Rat: Stellen Sie die Blumen vier Nächte auf den kalten Balkon, dann realisieren sie, dass sie sich für die warme Stube und für den Platz am Licht wieder neu anstrengen müssen.»


Nicht überzeugt, aber auf den Rat hörend, stellte ich die Orchideen für die kommenden 4 Nächte in die Kälte. Wenige Tage, nachdem ich sie wieder an ihren Platz in der warmen Wohnung gestellt hatte, realisierte ich, dass die zwei grössten Orchideen neue Blütentriebe bekommen.


Das hat mich veranlasst, ernsthaft über meinen persönlichen warmen, sonnigen Platz am Fenster nachzudenken. Muss auch ich zwischendurch Frost bekommen, um Energie für neues Wachstum zu finden?


Ich nehme 2020 als mein persönliches Frostjahr, mache mir bewusst wie privilegiert ich mit meinem Umfeld bin und sammle als das Positive, das ich in den letzten Monaten erleben könnte.


Ich mache mir auch bewusst, so wie vorher weitermachen reicht nicht aus. Jahr für Jahr muss ich mir meinen Platz in der warmen Stube verdienen, in dem ich mit Offenheit auf Veränderung, den Boden für neue persönliche Triebe und Blüten lege.


Ich wünsche Ihnen zum Jahresstart Zeit und Mut, um ihre eigenen Beobachtungen zu machen.


Ihre/Eure Petra Rohner

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